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Kamerun allgemein

Kamerun ist ein Staat in Zentralafrika mit rund 19 Millionen Einwohnern. Das Land grenzt im Norden an Nigeria und den Tschad, im Süden an Äquatorial-Guinea, Gabun und die Republik Kongo.

Der Westen von Kamerun liegt an der Bucht von Bonny, der östliche Nachbar ist die Zentralafrikanische Republik. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung spricht Französisch, etwa 20 Prozent Englisch, daneben gibt es eine Vielzahl von afrikanischen Stammessprachen. Offizielle Amtssprachen des Landes sind Französisch und Englisch. Gut die Hälfte der Kameruner sind evangelische oder katholische Christen, 20 Prozent Muslime und der Rest Anhänger von afrikanischen Religionen. Die Städte im Norden des Landes sind stark vom Islam geprägt, hier wohnt die Mehrzahl der muslimischen Kameruner.

Die Hauptstadt von Kamerun heißt Yaoundé. Sie hat etwa zwei Millionen Einwohner und liegt im Süden unweit der Bucht von Bonny. Die größte Stadt ist allerdings Douala mit 3,5 Millionen Bewohnern. Die Hafenstadt Douala liegt direkt am Atlantischen Ozean in der Region Littoral. Kamerun ist eingeteilt in die zehn Regionen Adamaoua, Centre (mit der Hauptstadt Yaoundé), Est, Extreme-Nord, Littoral, Nord, Nord-Ouest, Sud, Sud-Ouest und Ouest.

Bis 1884 war Kamerun freies, afrikanisches Stammesgebiet, dann wurde es durch einen Vertrag zwischen dem Duala-Königshaus und dem deutschen Kaiserreich quasi zur deutschen Kolonie. Nach dem ersten Weltkrieg fiel Kamerun an den Völkerbund, der 1919 ein Mandat  an Großbritannien und Frankreich vergab. Frankreich erhielt vier Fünftel des Landes. Am 1. Januar 1960 wurde das französische Kamerun nach einer Volksabstimmung unabhängig und nannte sich fortan Ost-Kamerun. Das britisch regierte Nord-Kamerun erlangte seine Unabhängigkeit wenig später am 1. Oktober 1961. Allerdings hatte der nördlichste Teil von Britisch-Kamerun zuvor in einer Volksabstimmung für die Angliederung an Nigeria gestimmt. Der südliche Teil vereinigte sich mit dem Staat Kamerun. Bis 1982 beherrschte der Diktator Ahmadou Ahidjo das Land. Seit 1984 wird Kamerun von Paul Biya regiert, inzwischen hat eine Demokratisierung eingesetzt. 1992 fanden die ersten freien Wahlen statt.

Kamerun handelt mit Erdöl, Holzprodukten, Kakao, Kaffee und im Inland produzierten Lebensmitteln. In den letzen Jahren haben die Handelsabschlüsse mit China sprunghaft zugenommen.