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Einreisebestimmungen Kamerun

Reisende aus Deutschland benötigen ein gültiges Visum für den Aufenthalt in dem zentralafrikanischen Land Kamerun. Visa können bei der kamerunischen Botschaft in Berlin sowie bei einem der beiden kamerunischen Honorarkonsuln in Deutschland beantragt werden.

Reisende müssen einen gültigen Reisepass mit sich führen, ein Personalausweis wird nicht akzeptiert. Darüber hinaus muss ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung bei der Ein- und Ausreise in Kamerun vorgelegt werden. Ein Impfschutz gegen Cholera, Kinderlähmung (Polio), Hepatitis A und B, Influenza, Meningokokken (ACWY), Typhus und Tollwut ist unbedingt zu empfehlen. Auch sollten Reisende den Schutz der Standardimpfungen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Mumps, Masern, Röteln überprüfen. In Kamerun besteht ganzjährig ein sehr hohes Malaria-Risiko. Eine Malaria-Prophylaxe durch verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Lariam) ist dringend nötig. Die Aids-Rate in Kamerun liegt bei fünf bis zwölf Prozent der Bevölkerung. In Kamerun kommt es immer wieder zu Cholera-Epidemien, zuletzt 2010.

Deutsche, die mit dem Flugzeug einreisen, müssen ein Rück- oder Weiterflugticket vorzeigen. Flughäfen mit einer internationalen Anbindung nach Europa befinden sich in Douala und der Hauptstadt Yaoundé. Reisende sollten berücksichtigen, dass die Grenz- und Zollkontrollen in Kamerun zeitaufwändiger sind als in Europa. Die Einreise mit einem eigenen Fahrzeug auf dem Landweg ist möglich. Aufgrund der unsicheren politischen Lage wird davon jedoch abgeraten. Der Fahrer muss einen internationalen Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüner Versicherungskarte sowie ein so genanntes „Carnet de Passage“ (frz. Passierschein) mit sich führen. Der Passierschein kann über den ADAC oder den AvD Automobilclub beantragt werden. Erlaubt sind Kraftfahrzeuge mit Benzin- sowie Dieselmotor. Bei einem längeren Aufenthalt von über drei Monaten ist eine Registrierung im Land erforderlich.

Devisen dürfen in unbegrenzter Höhe ins Land eingeführt werden, Waffen nur nach Genehmigung durch die Botschaft. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände fällig, sie beträgt zehn Prozent des Kaufpreises. Antike Kunstgegenstände dürfen nicht ausgeführt werden. Reisende sollten außerdem das Fotografierverbot für öffentliche Einrichtungen wie Ministerien, Häfen etc. beachten. Besondere Vorsicht ist auch im Umgang mit Homosexualität geboten: homosexuelle Handlungen werden in Kamerun strafrechtlich geahndet mit Gefängnisstrafen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren (Artikel 347 des Strafgesetzbuches).

Seit 2011 besteht in den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern eine erhöhte Gefahr terroristischer Gewaltakte. Kriminelle Banden sowie terroristische Gruppen suchen gezielt nach Ausländern zum Zweck der Entführung. Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland warnt vor Reisen in die Region Extrème-Nord, insbesondere in das Grenzgebiet zu Nigeria. Nahe des Nationalparks Waza wurden vor kurzem westliche Ausländer entführt. Dringend abgeraten wird auch von Reisen zur Halbinsel Bakassi. Im gesamten Golf von Guinea besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch Bandenunwesen.